Zandvoort Beach for Amsterdam

Das authentische Zandvoort: Die „Sloppies“

Im Dorf sind noch viele Spuren der alten Fischervergangenheit zu erkennen. Hier kann man entspannt durch die sogenannten „Sloppies“, die alten Gassen und Straßen unweit vom Strand, spazieren, wo außer den alten Fischerwohnungen auch stolze, weiße und sandfarbene Villen stehen mit Erkern, Zinnen, Veranden und Namen wie Land’s End, Hendrika und Zeezicht. In der Rozenobelstraat steht die kleinste Fischerhütte von Zandvoort. Ohne Anbau ist sie nur vier Quadratmeter groß. Damals wohnte man zum Teil zu sechst oder sogar mehr in solchen Hütten. Vater und Mutter oder Opa und Oma schliefen im Alkovenbett, die Kinder auf dem Boden oder dem niedrigen Dachboden. Weil dieses Häuschen nach heutigen Maßstäben zu klein war, hat es viele Jahre als Garage für einen Fiat funktioniert. Erst nachdem der Anbau hinzugekommen war, konnte es wieder bewohnt werden.




Vor mehr als 1900 Jahren war der Meeresspiegel um einiges niedriger. An der Küste konnte der Wind auf den weiten Sandflächen frei wehen und aus großen Sandwehen bildeten sich die ersten Dünen. Schon bald ließen sich hier ein paar Fischer nieder, so dass im Jahre 1100 das Dorf Sandevoerde entstand. „Sande“ bedeutet die Dünen oder der Sand, „Voerde“ oder „Voorde“ weist ähnlich wie das deutsche „Furt“ auf eine durchwatbare Stelle hin.




Wegen des verwehenden Sandes ließ der Boden sich nur schwer bearbeiten, weshalb sich der Boden schlecht eignete für die Landwirtschaft. Das Meer war dahingegen voll mit den verschiedensten Fischarten, wie Kabeljau, Schellfisch, Scholle und vor allem Hering. Da die Fischgründe sich nicht weit von der Küste befanden, konnte die Fischerei mit einfachen, kleinen Booten betrieben werden. Es wurde im offenen Fischerboot, dem sogenannten „slabbert“ oder „slapbuis“, einer Art Büse, gefischt.




Wegen seiner isolierten Lage hat Zandvoort eine relativ lange Zeit in Ruhe und Armut existiert. Jahrhundertelang bestand das Leben hauptsächlich aus Fische fangen, Wildern und Dünenkartoffeln anbauen. Nach dem Bau des Hafens von IJmuiden im Jahre 1870 und dem Erscheinen der ersten Badegäste war es um der Jahrhundertwende aus mit der großen Fischerei. Zu den berühmtesten Badegästen, die schon bald die gesunde Meeresluft entdeckten, gehörte Kaiserin Elisabeth von Österreich (Sissi).


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